Allgemeine Geschäfts­bedingungen

AGB der LogoTech oHG für die Software KanzleiRechner Pro sowie alle damit verbundenen Online-Dienste auf kanzleirechner.logotech-its.de und license.logotech-its.de.

Hinweis vor anwaltlicher Prüfung: Diese AGB wurden auf Basis branchen­üblicher SaaS-Verträge sorgfältig entworfen. Sie ersetzen keine anwaltliche Prüfung. Vor Veröffentlichung im Live-Betrieb ist die Anwältin gebeten, die Klauseln auf Wirksamkeit, AGB-rechtliche Zulässigkeit (§ 305 ff. BGB) und sektorspezifische Anforderungen zu prüfen.

§ 1 Geltung

(1) Diese Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der LogoTech oHG, Ottostraße 2A, 59368 Werne (nachfolgend „Anbieter") und ihren Kunden über die Bereitstellung der Software KanzleiRechner Pro sowie zugehöriger Online-Dienste.

(2) Kunden im Sinne dieser AGB sind ausschließlich Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbrauchern (§ 13 BGB) bietet der Anbieter die Software nicht an.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertrags­bestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Vertragsgegenstand ist die zeitlich begrenzte Bereitstellung des WordPress-Plugins KanzleiRechner Pro nebst zugehöriger Online-Dienste (Lizenz­validierung, Plugin-Updates, StBVV-Tabellen-Updates, Kunden­dashboard).

(2) Die Software dient der unverbindlichen Berechnung von Steuerberater-Honoraren auf Basis der Steuerberater­vergütungs­verordnung (StBVV) auf der Website des Kunden. Der Anbieter erbringt selbst keine Steuerberatungs­leistungen im Sinne des § 1 StBerG.

(3) Der Tarif (Starter, Pro, Enterprise oder Lifetime) wird im Bestellprozess festgelegt und ergibt sich aus der gewählten Stripe-Checkout-Session. Der jeweilige Leistungs­umfang ist auf der Bestellseite dargestellt.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Tarife auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden.

(2) Der Kunde gibt durch Auswahl eines Tarifs und Klick auf „Plan wählen" sowie Abschluss des Stripe-Checkouts ein verbindliches Angebot zum Vertragsschluss ab.

(3) Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Zahlung durch Stripe und automatischen Zustellung der Bestellbestätigungs-E-Mail mit Lizenz-Schlüssel zustande.

§ 4 Leistungs­umfang

(1) Der Anbieter stellt für die Vertragslaufzeit folgende Leistungen bereit:

  1. Bereitstellung der Plugin-Software KanzleiRechner Pro als ZIP-Download zur Installation in WordPress (Version ≥ 5.8, PHP ≥ 7.4).
  2. Lizenz für eine im Tarif definierte Anzahl gleichzeitig aktiver Domains (Starter: 1 · Pro: 3 · Enterprise: 10).
  3. Einmaliger Onboarding-Workshop (60 Min Video-Call) im Tarif Starter, Pro und Enterprise.
  4. Automatische Software-Updates während der Vertragslaufzeit.
  5. Automatische Aktualisierung der StBVV-Tabellen bei gesetzlichen Änderungen.
  6. Zugang zum Kunden­dashboard mit Übersicht über Lizenzen, Rechnungen und Stammdaten.
  7. E-Mail-Support an Werktagen mit Antwortzeit innerhalb eines Werktages.

(2) Der Anbieter behält sich vor, den Funktions­umfang der Software im Rahmen der technischen Weiterentwicklung anzupassen, soweit dies dem Kunden zumutbar ist und der Vertragszweck nicht beeinträchtigt wird.

§ 5 Vergütung

(1) Die Vergütung richtet sich nach dem zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gewählten Tarif. Alle Preise verstehen sich als Netto-Beträge in Euro zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Tarife werden monatlich (oder im Lifetime-Tarif einmalig) im Voraus per Stripe-Lastschrift oder Stripe-Kreditkarte abgerechnet. Zusätzlich wird bei Vertragsabschluss eine einmalige Onboarding-Gebühr fällig (Starter und Pro: 499 € · Enterprise: 699 €), sofern in der Tarif­darstellung ausgewiesen.

(3) Bei Zahlungs­ausfall ist der Anbieter berechtigt, die Lizenz zu suspendieren oder, nach erfolgloser Mahnung, vollständig zu widerrufen. Der Anbieter wird den Kunden vor einer Suspendierung in Textform informieren.

§ 6 Zahlungsabwicklung

(1) Die Zahlungs­abwicklung erfolgt ausschließlich über den Anbieter Stripe (Stripe Payments Europe Ltd., Dublin, Irland). Der Kunde gibt seine Zahlungsdaten direkt an Stripe und nicht an den Anbieter weiter.

(2) Rechnungen werden GoBD-konform über den Dienstleister Lexoffice (Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg) erstellt und elektronisch an die vom Kunden hinterlegte E-Mail-Adresse zugestellt. Der Kunde verzichtet ausdrücklich auf eine Zustellung in Papierform.

(3) Eine separate Rechnungs-E-Mail-Adresse kann jederzeit im Kunden­dashboard hinterlegt werden.

§ 7 Preisanpassung

(1) Der Anbieter ist berechtigt, die Tarife einmal pro Kalenderjahr mit einer Vorankündigung von mindestens 30 Tagen in Textform anzupassen, soweit dies durch Änderungen der Selbstkosten (insbesondere Hosting-Kosten, Zahlungs­dienstleister-Gebühren, Personalkosten) sachlich gerechtfertigt ist. Die Anpassung darf 10 % des bisherigen Jahres­endpreises nicht überschreiten.

(2) Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden ein Sonderkündigungs­recht zum Wirksamwerden der Erhöhung zu, das innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Ankündigung ausgeübt werden muss.

§ 8 Laufzeit & Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat, gerechnet ab dem Datum des Vertragsschlusses.

(2) Der Vertrag kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungs­monats in Textform (z. B. per E-Mail an bestellung@logotech.de) gekündigt werden.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei wiederholtem Zahlungs­verzug, gravierender Verletzung der Mitwirkungs­pflichten oder vertragswidriger Nutzung der Software.

(4) Mit Wirksamwerden der Kündigung wird die Lizenz deaktiviert. Eine Weiternutzung des Plugins ohne aktive Lizenz ist technisch eingeschränkt; insbesondere entfallen Updates und die Aktualisierung der StBVV-Tabellen.

§ 9 Tarifwechsel

(1) Ein Wechsel in einen höheren Tarif (Upgrade) ist jederzeit möglich. Der Differenzbetrag wird anteilig für den laufenden Monat berechnet und beim nächsten Abrechnungs­zyklus eingezogen.

(2) Ein Wechsel in einen niedrigeren Tarif (Downgrade) ist zum Ende des laufenden Abrechnungs­monats möglich. Soweit der niedrigere Tarif weniger Domain-Aktivierungen erlaubt, hat der Kunde vor dem Wechsel überzählige Aktivierungen zu deaktivieren.

§ 10 Widerrufsrecht

Da Verträge ausschließlich mit Unternehmern (§ 14 BGB) geschlossen werden, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB.

§ 11 Mitwirkungs­pflichten

(1) Der Kunde stellt sicher, dass:

  1. seine WordPress-Installation den technischen Mindest­anforderungen entspricht (WordPress ≥ 5.8, PHP ≥ 7.4),
  2. er gegenüber dem Anbieter eine valide Zustelladresse für E-Mails (Login-Mail und ggf. separate Rechnungs-Mail) bereithält,
  3. seine Stamm- und Adressdaten im Kunden­dashboard aktuell gehalten werden,
  4. er die Software nicht entgegen den Lizenz­bedingungen (insbesondere durch Aktivierung auf mehr als der erlaubten Anzahl Domains) nutzt,
  5. er seine eigenen DSGVO-Pflichten gegenüber den über die Software erfassten Mandanten erfüllt.

(2) Eine Verletzung der Mitwirkungs­pflichten kann den Anbieter zur außerordentlichen Kündigung berechtigen.

§ 12 Nutzungsrechte & -beschränkungen

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Software ein, beschränkt auf die im gewählten Tarif vorgesehene Anzahl von Domains.

(2) Eine Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Dekompilierung, Verbreitung oder öffentliche Wiedergabe der Software über die vertraglich gestattete Nutzung hinaus ist nicht zulässig, es sei denn, dies ist gesetzlich ausdrücklich erlaubt (insbesondere § 69d, § 69e UrhG).

(3) Der Kunde darf die Software ausschließlich für eigene Zwecke einsetzen. Eine Weitergabe der Software oder des Lizenz-Schlüssels an Dritte oder eine entgeltliche oder unentgeltliche Bereitstellung an Dritte (z. B. als „Sub-Reseller") ist untersagt.

§ 13 Verfügbarkeit & Updates

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Online-Dienste (insbesondere Lizenz­validierung und Update-Server) von 99,0 % im Jahresmittel. Wartungs­fenster werden, soweit möglich, angekündigt und außerhalb der Hauptgeschäfts­zeiten gelegt.

(2) Eine Nichterreichbarkeit der Online-Dienste beeinträchtigt die Funktion der Software auf der Website des Kunden nicht — der Honorar­rechner und das Lead-Formular funktionieren weiterhin lokal in der WordPress-Installation des Kunden.

(3) Updates des Plugins und der StBVV-Tabellen werden nach Verfügbarkeit ausgeliefert. Ein Anspruch auf bestimmte Update-Frequenzen oder einzelne Funktions­erweiterungen besteht nicht.

§ 14 Gewährleistung

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Software bei vertrags­gemäßer Nutzung im Wesentlichen den in der Tarif­beschreibung dargestellten Funktionen entspricht.

(2) Der Anbieter wird dem Kunden bei nicht nur unerheblichen Mängeln unverzüglich Abhilfe schaffen, im Regelfall durch Bereitstellung eines Updates oder Workarounds.

(3) Da die Software auf der Website des Kunden im Zusammenspiel mit dessen WordPress-Installation, Theme und weiteren Plugins betrieben wird, übernimmt der Anbieter keine Gewähr für Konflikte mit Drittsoftware. Der Kunde wird auf Verlangen bei der Identifikation solcher Konflikte unterstützt.

§ 15 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkt­haftungs­gesetzes.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertrags­pflichten (Kardinal­pflichten) ist die Haftung auf den vertrags­typisch vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertrags­pflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungs­gemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Insbesondere haftet der Anbieter nicht für entgangene Honorare, fehlerhafte Honorar­berechnungen aufgrund unrichtiger oder unvollständiger Mandanten­eingaben, Folgeschäden aus rechtsverbindlichen Vereinbarungen, die der Kunde mit seinen Mandanten auf Basis der Software-Berechnung trifft, oder für Datenverluste in der WordPress-Installation des Kunden, soweit der Schaden nicht durch ein zumutbares regelmäßiges Backup hätte vermieden werden können.

§ 16 Datenschutz

(1) Die Verarbeitung personen­bezogener Daten erfolgt nach den Bestimmungen der DSGVO und der ergänzenden nationalen Vorschriften. Einzelheiten regelt die Datenschutz­erklärung.

(2) Soweit der Kunde im Rahmen der Software­nutzung personen­bezogene Daten seiner Mandanten verarbeitet, ist er hierfür eigenverantwortlicher Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Da der Anbieter keinen Zugriff auf diese Daten hat, ist eine Auftrags­verarbeitungs­vereinbarung (AVV) im Regelfall nicht erforderlich. Auf Wunsch des Kunden stellt der Anbieter dennoch einen AVV bereit.

§ 17 Vertragsänderungen

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit die Änderungen unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar sind, insbesondere bei Anpassungen aufgrund geänderter Rechtslage oder höchstrichterlicher Recht­sprechung.

(2) Der Kunde wird über Änderungen mindestens 6 Wochen vor deren Inkrafttreten in Textform informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 6 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gilt die Änderung als angenommen. Auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.

§ 18 Schluss­bestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters in Werne.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(4) Vertragssprache ist Deutsch.

Stand: 26.04.2026 · Version 1.0 (Entwurf vor anwaltlicher Freigabe).